Die Zweite ist zurück – zur Saison 2025/2026 startet wieder eine 2. Herrenmannschaft der SG 1871 Augsburg/ Gersthofen in den Ligabetrieb. In der Bezirksklasse wird eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern auf Punktejagt gehen. Hierfür konnten mit Mathias Ziernhöld und Felix Haunstetter zwei Aktive als Spielertrainer und Co-Spielertrainer gewonnen werden.
Zum Saisonstart wurden dem neuen Trainer in einem Interview ein paar Fragen zur kommenden Spielzeit gestellt.
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Wie groß ist die Vorfreude, dass es jetzt endlich losgeht?
Mathias: Ich freue mich riesig auf die neue Saison! Zum einen, da ich mich sehr über das Vertrauen freue, das mir die Abteilungsleitung entgegenbringt, das Projekt Herren 2 mit meinem Trainer-Partner Felix Haunstetter aufzubauen. Zum anderen, da ich zusammen mit dem einen oder anderen Weggefährten aus früheren Handballtagen nochmal selbst aktiv Spaß auf der Platte haben darf.
Welche Erwartungen bzw. Ambitionen hast du als Trainer in der neuen Saison an dich selbst und an das Team?
Mathias: Meine Erwartungen sind vielschichtig – Die jungen Spieler sollen sich natürlich für die erste Mannschaft empfehlen. Die Routiniers sollen hierbei die nötige Erfahrung einbringen. Selbstverständlich treten wir auch an, um Punkte zu sammeln. Alles andere wäre meiner Ansicht nach der falsche Anspruch. Dementsprechend ist die Ambition an mich, die Jungs in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen und an den Erwachsenenbereich heranzuführen. Wenn das gelingt, spielen wir in der Liga auch erfolgreich mit.
Wenn du nur drei Worte wählen dürftest, um die Vorbereitung zu beschreiben – welche wären das?
Mathias: schweißtreibend, erfolgreich, motivierend
Was ist die größte Herausforderung in der nächsten Saison?
Mathias: Wie bereits erwähnt wird die größte Herausforderung, den jungen Spielern die Nervosität zu nehmen. Einige spielen zum ersten Mal ernsthaft im Seniorenbereich mit, was auch für mich vor vielen Jahren sehr aufregend war. Ich bin aber zuversichtlich, dass Felix und mir das gelingen wird. Gleichzeitig muss uns bewusst sein, dass jederzeit die erste Mannschaft anklopfen kann, wenn Verletzungen oder Formschwächen ausgeglichen werden müssen. Diese Lücken gilt es dann für uns zu schließen.
Wie würdest du dich selbst als Trainer beschreiben?
Mathias: bin ein absoluter Teamplayer. Meine Überzeugung ist, dass Erfolg nur über das Kollektiv stattfinden kann. Den selben Ansatz verfolge ich auch beruflich, wo ich einige Parallelen erkennen kann. Einzelgänge wird es bei mir also nicht geben. Dies wäre ohnehin auch kontraproduktiv für die Stimmung innerhalb des Teams.
Worauf legst du besonders Wert?
Mathias: Mir ist wichtig, dass die Stimmung im Team gut ist und jeder seine Rolle kennt. Nur wenn jeder für den anderen kämpft, werden wir die notwendigen Prozente aus jedem einzelnen herauskitzeln können, die am Ende den Unterschied machen können. Ebenso möchte ich eine disziplinierte und faire Mannschaft auf der Platte haben. Jeder Gegner in dieser Liga muss am Montag nach dem Spiel wieder in die Arbeit, Schule oder Uni. Unnötig harte Fouls sind daher ein absolutes No-Go für mich.
Welche Mannschaften sind aus deiner Sicht die Favoriten in der Liga?
Mathias: Schwer zu sagen. Oft weiß man bei den „Reservemannschaften“ nicht, wer tatsächlich spielt oder nicht. Außerdem habe ich mich ehrlicherweise nicht mit der Liga befasst. Wir müssen konsequent unsere Hausaufgaben machen, nur darauf haben wir direkten Einfluss. Alles andere wird sich im Laufe der Saison zeigen.
Wie sieht für dich das perfekte Handballspiel aus?
Mathias: Spannend bis zur letzten Sekunde, stets fair und am Ende gewinnt die Zweite der SG 1871 Augsburg Gersthofen mit 27:26 durch einen sehenswerten Treffer.
Was war dein bisher schönster Moment als Trainer?
Mathias: Da ich schon lange kein Traineramt mehr inne hatte, ist das schwer zu beantworten. Aber ich habe bereits in der Vorbereitung einige tolle Momente erlebt. Frag mich das gerne nochmal in der Rückschau auf die Saison.
Wie hat sich die Mannschaft im Vergleich zur letzten Saison verändert und was sind die realistischen Ziele für die anstehende Saison?
Mathias: Das ist einfach zu beantworten. Die Mannschaft gab es vorher nicht, also ist das ein kompletter Neuanfang. Wir haben aber enormes Potenzial durch die gute Mischung aus jung und wild und nicht mehr ganz so jung und extrem erfahren. Ein realistisches Ziel ist also, unser Potenzial auf die Platte zu bringen und dann im oberen Teil der Tabelle zu landen. Wer weiß, vielleicht gelingt uns ja die eine oder andere Überraschung ?
Mit neuem Team, Trainer und dem Spaß am Spiel starten die Herren II der SG 1871 Augsburg/Gersthofen in die Saison 2025/2026. Die Fans dürfen sich auf etwas neues „Altes“ , mit einem Hauch Nostalgie und frischem Wind freuen. Auch die Herren II zählen auf die Unterstützung von den Rängen – gemeinsam will man in dieser Spielzeit für unvergessliche Momente sorgen. SG, olé!
