Auswärtsschlappe gegen Friedberg II

Ideenloses Angriffsspiel in der ersten Halbzeit besiegelt die zweite Niederlage in Folge.

Gewillt die erste Heimniederlage vergessen zu machen reiste man zur zweiten Garde des TSV Friedberg. Verletzungsbedingt musste man kurzfristig auf Topscorer Markus Walter verzichten, der in der Offensive in den vergangenen beiden Partien immer wieder Akzente setzen konnte. Trainer Kastner war somit gezwungen im Rückraum ein wenig umzustellen.

Die ersten Spielminuten gestalteten sich sehr ausgeglichen und dank Moritz Fieger im Tor der 1871er, der mit zahlreichen Paraden retten konnte, stand es nach knapp 13 Spielminuten 6:6 unentschieden. Die Gastgeber waren mit einer bunten Mischung aus jungen, quirligen Spielern sowie erfahrenen Akteuren angetreten und man hatte in der Defensive zusehends Probleme die Spielzüge zu unterbrechen. In eigener Unterzahl wollte nun auch im Angriff nicht mehr viel Zählbares herausspringen und so geriet man bis zur 17. Spielminute mit 11:7 Toren in Rückstand. Das Trainergespann der Gersthofener nahm daraufhin eine Auszeit, um die Ihren neu zu motivieren und zu erinnern in der Offensive vermehrt in die Tiefe zu stoßen, anstelle Querpässe zu spielen. Leider war dieser Appell sogleich wieder verhallt und man mühte sich im Eins-gegen-Eins ab, dem Gegner gefährlich zu werden. Die Friedberger setzten sich Tor um Tor bis zum Halbzeitstand von 21:11 Toren ab, welcher dem Spiel in weiten Teilen auch gerecht wurde, zumal man kein Mittel fand die Spielstafetten ernsthaft zu unterbinden.

In der Pausenansprache monierte Trainer Kastner aktiver zu stören und den Ball in den eigenen Reihen geduldiger laufen zu lassen, ehe man den Abschluss suchte, um die Fehlwurfquote der ersten Halbzeit zu reduzieren. Gänzlich verloren schien die Partie noch nicht trotz des hohen Rückstandes.

Nach Wiederanpfiff war man am gegnerischen Kreis wieder zielgenauer und konnte den Rückstand zumindest konstant halten, auch wenn die Absprachen in der Defensive noch ausbaufähig waren und die Gastgeber weiterhin zu zahlreichen einfachen Torabschlüssen gelangten. Routinier Andreas Polz konnte in dieser Phase wichtige Treffer beisteuern und verkürzte nach 40 Minuten per Siebenmeter auf 29:17 Tore. Der Drops schien für die Hausherren gelutscht und es wurde versucht das Spiel nach Hause zu bringen, doch die Gäste aus Gersthofen ließen nicht locker und kämpften sich aus einer zunehmend besser formierten Abwehr zurück ins Spiel. Der Rückstand schmolz auf 33:27 Tore ab und man witterte noch ein letztes Fünkchen Hoffnung. Die Friedberger setzten nun mehrere freie Würfe neben das Tor und scheiterten am Torhüter Müller der 1871er. Aus Sicht der Gäste war das Spiel jedoch schon zu weit fortgeschritten und die Kräfte ließen nach, sodass man sich nicht weiterheranarbeiten konnte und letztlich mit 35:29 unterlag und die zweite Niederlage in Folge hinnehmen musste.

Trainer Kastner fasste die zweite Halbzeit treffend zusammen, denn man hatte diese zwar gewonnen, doch der hohe Rückstand aus der ersten Halbzeit war eine zu große Hypothek, um das Spiel noch zu drehen. Wenn man die Leistung in der zweiten Hälfte betrachtet, so lässt sich an der Einstellung erkennen, dass man zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hatte und weitergekämpft hatte bis zum Schluss. Auf dieser Leistung aufbauend gilt es nun in der kommenden Trainingswoche weiter konzentriert zu arbeiten, um im nächsten Heimspiel die ersten zwei Punkte einfahren zu können. Am kommenden Samstag, 17.10.2026 darf man den Viertplatzierten TSV Bobingen um 20:00 Uhr am Meierweg zum Tänzchen willkommen heißen.

Für die SG 1871 spielten:

Fieger, Müller (beide Tor), Seitz (4), Voit (5), Lindloff (1), Schreiber, Feistle (6), Haunstetter (2), Polz (9/3), Schwemmreiter, Walter Manuel (1), Fischer (1).

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