Böse unter die Räder gekommen
Ersatzgeschwächte SG 1871-Männer unterliegen Bobingen deutlich mit 24:35 vor heimischer Kulisse
Am ersten Heimspieltag der Saison wollte sich auch die Herrenmannschaft endlich auf der Gewinnerseite wiederfinden, doch die Vorzeichen hierzu waren alles andere als positiv. Die krankheitsbedingten Ausfälle zweier Stammkräfte veranlassten Trainer Kasten dazu junge Spieler nachzunominieren, um ausreichend Wechselkontigent zur Verfügung zur haben.
In den ersten Minuten konnte man bereits erkennen, dass die Partie gegen die hochmotivierten Gäste aus Bobingen alles andere als ein Selbstläufer werden würde und so wurden auch früh die ersten Zwei-Minuten-Strafen gegen die Gastgeber verhängt, die in der Defensive noch nicht den nötigen Zugriff fanden. In doppelter Unterzahl konnte der TSV Bobingen mit 2:5 in Führung gehen, doch die Augsburger hielten mit allen Mitteln dagegen und so verkürzte man auf 4:5 Tore. Im Angriff ließ man jedoch wiederholt Torgelegenheiten aus und schenkte den Ball allzu leichtfertig her. In der Abwehr ließ man den Gästen zu viel Raum, hechelte dem Ball hinterher und nur Torhüter Fieger konnte durch seine Paraden Schlimmeres verhindern. Der, an diesem Tag glänzend aufgelegte, Rechtsaußen der Singoldstädter, Thomas Pillmayr konnte trotz eigener Unterzahl zum 5:8 einnetzen. Dieser Rückstand wuchs bis zur 16. Spielminute auf 6:11 Tore an, ehe man nach einer Überzahl wieder auf 10:13 verkürzen konnte. Das Spiel der 1871er war fortan geprägt von harter Verteidigungsarbeit, manchmal zu hart, was den Geschmack des Schiedsrichtergespanns anbelangte, denn Moritz Voit wurde nur wenige Sekunden vor der Halbzeit nach einer unglücklichen Abwehraktion vorzeitig zum Duschen geschickt. Der darauffolgende verwandelte Siebenmeter bedeutete zugleich den Halbzeitstand von 12:16 aus Sicht der Hausherren.
Trainer Kastner fand deutliche Worte in der Kabine, denn über weite Phasen des Spiels fehlte die Genauigkeit im Abschluss. Auch wenn man auf einen weiteren wichtigen Spieler verzichten musste, sollte dennoch alles in die Waagschale geworfen werden, um die beiden Punkte noch in heimischer Halle behalten zu können.
Die ersten Minuten nach der Pause gehörten jedoch den Bobingern und diese konnten binnen weniger Minuten auf sieben Tore Vorsprung zum 13:20 erhöhen. Die eigenen Angriffsbemühungen wurden jäh von der Bobinger Defensive ausgebremst und man vergab zu viele freie Würfe. Nach nur 40 Minuten sah sich das Trainergespann der 1871er genötigt die zweite Auszeit zu nehmen, denn der Rückstand war weiterhin gewachsen und man lag mit 15:24 zurück. Die Ideenlosigkeit im eigenen Offensivspiel wurde deutlich, als man in doppelter Überzahl nicht in der Lage war auch nur ein Tor zu erzielen, da man entweder den Ball direkt in die Hände der Gegner gespielt hatte oder am Torhüter gescheitert war. Zehn Minuten vor Spielende lagen die Hausherren bereits geschlagen am Boden und mühten sich die Blamage im erträglichen Maß zu halten. Bobingen nahm das Tempo ein wenig heraus und verwaltete den Ballbesitz, sodass man nach Abpfiff gesenkten Hauptes das Spielfeld verlassen musste. Die eigenen Mittel reichten an diesem Abend nicht aus und man verlor verdientermaßen mit 24:35.
Dieses Spiel gilt es nun schnellstmöglich abzuschütteln, denn am kommenden Wochenende steht die nächste Härteprobe auf dem Programm. Bei der zweiten Mannschaft des Regionalligisten VfL Günzburg möchte man sich von einer anderen Seite präsentieren. Anpfiff in der Rebay-Halle ist am Samstag, 24.10.2026 um 19:30 Uhr.
Für die SG 1871 aktiv waren:
Fieger, Späth, Wahl (alle Tor), Feistle (4), Fischer (2), Grosu, Haunstetter (2), Lindloff (3), Polz (7/2), Schwemmreiter (1), Voit, Walter Manuel (2), Walter Markus (3/2).
